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Pfarrei St. Lambertus und St. Sebastian Krombach

 

 

Wie entstand in Krombach eine Kirche?

Das Heilige Römische Reich wächst, neue Städte werden allerorten gegründet und erblühen im zunehmenden Handel, erste Universitäten entstehen, Handelsstrassen werden angelegt, die dichten Wälder zunehmend gerodet und auch im Spessart nimmt die Zahl der Weiler und Orte immer mehr zu.

Aus dieser Zeit, dem hohen Mittelalter, datiert der älteste schriftliche Nachweis über eine Kirche in Krombach. Im Jahr 1269 verkaufte der Mainzer Erzbischof Werner von Eppstein (1259-1284) das Patronatsrecht der Krombacher Kirche zurück an das Kloster Seligenstadt. Dieser älteste schriftliche Beleg, der leider nicht mehr im Original erhalten ist, beweist, dass bereits weit vor 1269 eine eigenständige Kirche in Krombach existiert haben muss. Wahrscheinlich handelte es sich bei diesem ersten Kirchenbau um eine sogenannte Eigenkirche, die eine Privatperson errichten ließ und später an das Kloster verkaufte. Ähnliche Kirchengründungen sind in der frühen Zeit der Christianisierung häufig zu finden.

Erst im 14.Jahrhundert wird die Geschichte der Krombacher Kirche deutlicher fassbar. Im Jahre 1351 wird ein „Pfarrer Arnold zu Krombach als Zeuge bei einem Urteilsspruch des Geiselbacher Gerichtes" genannt. Die Pfarrei gehört in dieser Zeit zum Landkapitel Rodgau des Archidiakonates Aschaffenburg.

Für das Jahr 1396 wird ein erneuter Besitzwechsel der Kirche angezeigt: Die Lambertuskirche wird dem Kloster Seligenstadt unter Abt Winter, der für die Jahre 1389-1403 belegt werden kann, einverleibt. Diese Inkorporation wurde von Papst Bonifaz IV. beurkundet. Von diesem Jahr an ist die Besetzung der Pfarrei mit Weltgeistlichen nachvollziehbar, ab dem Jahr 1586 liegt sogar eine Liste der Krombacher Pfarrer vor. Während des dreissigjährigen Krieges endet die Einsetzung Weltgeistlicher und stattdessen werden ab 1660 Geistliche aus dem Kloster Seligenstadt mit der Pfarrei Krombach betraut.

Über das Aussehen dieses ersten Kirchenbaus können nur Vermutungen angestellt werden. So ist davon auszugehen, dass die Kirche geostet war, also der Chor der Kirche nach Osten, hin zum Orient, in Richtung des Heiligen Landes, ausgerichtet war. Von dieser mittelalterlichen Ausrichtung leitet sich auch die Redewendung „sich orientieren“ ab, da auch mittelalterliche Land- und Weltkarten stets geostet und nicht, wie heute üblich, genordet waren.

Von dieser Annahme ausgehend lag also der Chor der ursprünglichen Kirche in der Mittelachse des Glockenturmes, der neben dem heutige Kirchenbau steht. Also fast rechtwinklig zum heutigen Bau. Über die Maße der alten Kirche ist ebenso wenig überliefert und Fundamente, die Rückschlüsse erlauben würden, wurden wahrscheinlich während einer der Umbauten oder bei der Anlegung des Fußbodens ausgegraben. Abgeleitet von den üblichen Kirchenbauten des hohen Mittelalters kann man ein Mittelschiff sowie zwei flankierende Seitenschiffe als wahrscheinlich annehmen.

Aus dieser Zeit, dem hohen Mittelalter, datiert der älteste schriftliche Nachweis über eine Kirche in Krombach. Im Jahr 1269 verkaufte der Mainzer Erzbischof Werner von Eppstein (1259-1284) das Patronatsrecht[1] der Krombacher Kirche zurück an das Kloster Seligenstadt. Dieser älteste schriftliche Beleg, der leider nicht mehr im Original erhalten ist, beweist, dass bereits weit vor 1269 eine eigenständige Kirche in Krombach existiert haben muss. Wahrscheinlich handelte es sich bei diesem ersten Kirchenbau um eine sogenannte Eigenkirche, die eine Privatperson errichten ließ und später an das


[1] Das Patronatsrecht ist die Summe der Rechte und Pflichten, die dem Stifter einer Kirche zukommen. Der Inhaber des Patronatsrechtes hatte großen Einfluss auf Anstellung und Entlassung des Geistlichen, zu seinen Pflichten gehörte der Unterhalt des Kirchenbaus.

 
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